Und freudig klingt der Schlussakkord in Moll..

Die letzten Stunden des Schuljahres haben begonnen und die Ferien nahen mit riesen Schritten.
In diesem Schuljahr war Vieles neu, Manches anders, aber das Meiste richtig, richtig toll. Die Sekundaria ist zusammengewachsen. Aus zwei Klassen wurde eine große Sekundaria. Darbietungen konnten wir übergreifend anbieten, und damit konnten die LB ihre individuellen Schwerpunkte legen. Jeder LB hat jedes Kind in der Sekundaria zu Darbietungen eingeladen und so entstanden bei den Arbeiten immer wieder neue Arbeitsgruppen. Dies war für alle Kinder eine große Bereicherung.
Die Darbietungswand war bei der Planung und Umsetzung der übergreifenden Präsentationen und Einführungen unerlässlich und eine große Hilfe. Schnell konnten die Kinder die Darbietungswand lesen und so ihren Schultag selbstständig planen. Die Darbietungen waren zu Beginn der Woche schon angeschrieben und damit fiel es den Kindern auch leichter, individuelle Absprachen und Weiterarbeiten einzuplanen. Mit diesem Schritt wurden alle Kinder noch ein Stückchen selbstständiger.
Zudem haben wir in diesem Schuljahr Projekte für alle Kinder angeboten. Diese Projekte richteten sich nach den Kosmischen Erzählungen und Themen und fassten klassische Darbietungen zu einem Themenkomplex zusammen. Die Kinder besuchten die angebotenen Darbietungen rege und forschten sehr intensiv. Ihre Arbeitsergebnisse hielten sie in anschaulichen Mappen und umfangreichen Leporellos fest. Zudem hielten sie kleine Vorträge und konnten ihre Arbeitsergebnisse an Präsentationsnachmittagen sachgerecht und ausführlich präsentieren.
Die Kinder haben in diesem Schuljahr sehr viel gelernt und ihre Methodenkompetenz erweitert.
Die Kinder haben aber nicht nur viel gearbeitet, sondern wir haben auch viel gemeinsam gelacht und sehr schöne Stunden miteinander verbracht.
Die Klassenfahrt haben wir alle in ganzen Zügen genossen und es wurde wirklich nicht langweilig.

Das ganze Schuljahr ausführlich zu beschreiben, würde diesen Blog sprengen, daher sei nur gesagt, dass wir uns sehr auf das nächste Schuljahr freuen! Bestimmt wird es wieder einiges Neues geben und es wird arbeitsreich werden, aber wie immer wird es auch wunderschön und lustig werden.

Yvonne für das Sekundaria-Team

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Rückblick auf einen heißen Tag

Donnerstag, 23. Juni 2016, 13.30 Uhr – ein wirklich heißer Tag

Geschafft! Ich umarme meine Team-Kollegin. Was für ein Wahnsinns-Ergebnis! Alle sind über sich hinausgewachsen. Dass dabei jeder ins Schwitzen kam, liegt eher an den heißen Temperaturen, denn an der Aufregunge. Souverän traten die jungen Menschen vor ihrern Prüfern auf, präsentierten sich und ihr Wissen und beeindruckten uns mit ihrer Art in solch einer besonderen Situation: offen, uns freundlich-zugewandt, selbstbewusst und sprachlich geschickt. Unten auf dem Hof warten die Freunde: Mitschüler der Gruppe, denn drei der Prüflinge werden bleiben und kommendes Jahr den Realschulabschluss machen, gemeinsam mit denen, die da warten. Die Realschul-Prüflinge werden gehen: in ein FSJ oder ans Gymnsasium.

Meine Kollegin und ich werfen im Vorbereitungsraum einen Blick aus dem Fenster. Fast alle sind draußen. Die Elternprojekte fangen gleich an. Nur wenige Kleine toben trotz der Hitze quer über den Platz. Die Garagen sind schon auf und die letzten Vorbereitungen für die Projekte werden getroffen. Überall, wo Schatten ist, sitzen Kinder und Jugendliche mit ihren Lernbegleitern beieinander. Direkt unter dem Fenster jammen zwei Jungs mit ihren Gitarren. Sie sitzen am Bauwagen, der nun fast fertig ist. Zum Sommerfest wird er eingeweiht – mit einer Smoothie-Bar. Im kommenden Schuljahr zieht dann die Schülerfirma, die in den letzten Wochen alle notwendigen Vorbereitungen getroffen hat, dort ein und eröffnet den „Saftladen“, unseren Schüler-Kiosk. Gleich daneben flattert das Absperrband vor dem Spielplatz, der ebenfalls zum Sommerfest eröffnet werden soll. Noch sieht es nicht danach aus: Die Nestschaukel und ein paar Fallschutz-Platten fehlen noch. Aber das wird: die Eltern werden alle Hebel in Bewegung setzen, dass auch das klappt – da bin ich mir sicher. Sie haben ja auch den Rest gestemmt: haben die abgebauten Spielgeräte auf das Gelände transportiert, wo sie gelagert wurden und sind nun unermüdlich jeden Samstag im Arbeitseinsatz, um die lang ersehnten Spielgeräte wieder zum Einsatz zu bringen. Mit dem Ballspielfeld hat es ja auch geklappt. Wie auf Kommando dringt Jubel aus dem Ballspiel-Käfig. Die bunt gemischte Truppe auf dem Spielfeld klatscht sich gerade ab. Es wird Zeit reinzugehen.

Unten im Flur wartet die Gruppe der Neuntklässler auf uns. Sie wollen wissen, ob sie heute zum letzten Mal in die Jefferson-Siedlung zu den Flüchtlingen gehen sollen. Leider haben sie ihre Kontakt-Person bisher nicht erreicht. Ich telefoniere kurz: Alles klar. Ihr sollt kommen. Eis essen mit den Kleineren ist geplant. Die Jugendlichen haben sich über viele Monate jeden Donnerstag auf den Weg zu den Flüchtlingen gemacht, haben mit ihnen Deutsch gelernt, Fußball gespielt und einmal auch zusammen mit ihnen gekocht. Heute sind sie zum letzten Mal dort, bevor sie ins Praktikum gehen.

Jetzt schnell noch einen Kaffee holen, bevor die Team-Sitzung beginnt. In der Mensa wuseln zwei Gruppen: Das Elternprojekt „Backen“- oh Schreck, bei der Hitze! und ein paar Kolleginnen bereiten Salate für das Teamgrillen vor. In der Küche liegen zwei Männer am Boden: Die Spülmaschine hat den Geist aufgegeben. Auf der Suche nach dem Defekt läuft ihnen der Schweiß von der Stirn. Kriegt ihr es hin? – die zwei Väter runzeln die Stirn und zucken die Schultern.

Ich gehe noch einmal in mein Büro, meine Unterlagen holen, kurz verschnaufen. Wenige Wochen vor Schuljahres-Schluss gibt es noch so viel zu bedenken, zu besprechen und zu organisieren. Und auch das neue Schuljahr drängt in den Vordergrund. Die Gruppeneinteilungen stehen fest: wir werden wieder ein Stückchen größer. Das Team freut sich auf viele neue Kinder. Das wird ein buntes Jahr: 10 Jahre gibt es die Freie Montessori-Schule Darmstadt nun schon. Wir werden es gebührend feiern – mit allen: unseren Schülern, den engagierten Eltern, mit der Öffentlichkeit. Das erste Highlight wird im November der „Tag der offenen Tür“ sein, die Möglichkeit für jeden, bei uns vorbeizuschauen, einen Blick in die Lernumgebung der Kinder zu werfen und mit Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Einfach ein Gespür dafür zu bekommen, dass unsere Schule anders funktioniert als andere.

Veröffentlicht unter Lernen | Hinterlasse einen Kommentar

Arbeitskreis Struktur

Als Schule im Wachstum richten wir unsere Aufmerksamkeit darauf, in unseren Abläufen besser zu werden. Dabei stoßen wir immer mal auf gewachsene Strukturen, die früher nützlich, heute aber hinderlich sind. Mit dieser Aufgabenstellung beschäftigt sich der “Arbeitskreis Struktur“ seit einiger Zeit.

Zusammengesetzt aus Lernbegleiter*innen, Eltern und Schulleitung haben wir – ausgehend von Ideensammlungen aller Beteiligten – in mehreren Teilgruppen Themen analysiert und Vorschläge zur Veränderung erarbeitet.

Die Teilgruppe „Werte“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Weg zu finden, wie sich die Schulgemeinschaft damit beschäftigen kann, welche Werte sie hat und welche sie haben will. Unser Ziel ist, einen Dialog zwischen allen Gruppen an der Schule, also innerhalb und zwischen den Schüler*innen, den Lernbegleiter*innen, den Eltern und den Funktionsträgern in der Schule in Gang zu bringen. Eine Idee, wie das ausgestaltet und umgesetzt werden kann, haben wir der Leitungsgruppe zur Entscheidung vorgelegt. Die Leitungsgruppe will sich nach den Sommerferien damit beschäftigen.

Vom Arbeitsergebnis der Teilgruppe „Entscheidungsprozesse“ habt Ihr schon durch die Einladung zur Informationsveranstaltung SGO erfahren. In intensiven Arbeitstreffen hat diese Gruppe daran gearbeitet, der Schule eine den aktuellen und künftigen Bedürfnissen angepasste moderne und handlungsfähige Struktur zu geben. Das Ziel der nun präsentierten und am 28.06.2016 erstmals mit der Elternschaft diskutierten Fassung ist, mehr Verantwortung und Handlungsfähigkeit im Tagesgeschäft in die Schule zu geben und parallel über das neue Instrument der Schulversammlung allen am Schulleben Beteiligten die Möglichkeit der aktiven Mitarbeit an der Weiterentwicklung des Schulkonzeptes der Freien Montessori-Schule Darmstadt zu geben.

Direkt nach den Sommerferien wird es eine zweite Informationsveranstaltung zu dieser Fassung geben, um auch den neuen Eltern die Möglichkeit des Austausch zu geben. In einer sich anschließenden außerordentlichen Mitgliederversammlung soll diese neue Fassung der Schul- und Gebührenordnung noch vor den Herbstferien verabschiedet werden, so dass Sie bald möglichst mit Leben gefüllt werden kann.

Veröffentlicht unter Veranstaltungen | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Römerprojekt

Wir hatten in der Schule das Thema Römer bearbeitet. Dazu hatten wir viele dabitungen zum Römerthema z.b. Kleidung, Römisches Spielzeug, Colloseum, Aquädukte, Römische Zahlen, Kaiser Trajan. Wir konnten uns eine Toga* nähen, Schmuck basteln und unsere Römermappen gestalten. Wir waren auch im Museum und bekamen eine Führung durch den Abschnitt Römer. Am Ende des Römerthemas luden wir alle Eltern ein, in die Schule zu kommen, wo wir eine Senatssitzung nachspielten. Man konnte auch Gladiatorenbrei** probieren und Arbeiten von anderen Kindern bewundern.

*Eine toga ist ein Kleidungsstück, das reiche Römer damals trugen.
**Gladiatorenbrei ist ein Brei aus Leinsamen und Wasser, den die Gladiatoren früher aßen.

Béla S1

Veröffentlicht unter Freie Projekte | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Soziale Arbeit – im Flüchtlingsprojekt

Ende vergangen Jahres entstand bei einigen Schülern und Lernbegleitern in der Abschlussklasse die Idee ein soziales Projekt über einen längeren Zeitabschnitt umzusetzen. Wir überlegten gemeinsam, was wir tun könnten. Und wir kamen darauf, 1x pro Woche uns mit Flüchtlingen zu treffen. Den Kontakt stellten unsere Lernbegleiter her. Unsere Ansprechpartnerin bei den Flüchtlingen heißt Caroline. Die Flüchtlinge wohnen alle in Darmstadt und kommen größtenteils aus Afghanistan. Wir überlegten uns also immer für den Donnerstag, was wir zusammen unternehmen könnten. Wir fuhren immer mit der Straßenbahn dorthin. Einmal spielten wir zusammen Fußball, oft redeten wir einfach auch nur miteinander, meist in Englisch und Deutsch. Einmal halfen wir einigen Bewohnern in der Unterkunft beim Ausräumen einer Wohnung. Besonders schön war unser Ausflug mit über 20 Kindern in die Eislaufhalle. Dafür hatten wir bei einem Gesamtelternabend in unserer Schule für das Projekt um Spenden gebeten. Manchmal hatten wir auch keinen so richtigen Plan, was wir im Projekt unternehmen könnten. Man merkte daran, dass es besser ist, gut zu planen. Wir wollen das Projekt vielleicht weiter führen.

Peer (Abschlussklasse)

 

Veröffentlicht unter Freie Projekte, Unterwegs | Verschlagwortet mit | 1 Kommentar